| Februar 08 |
Unruhen in KenyaAm 27.12.2007 waren die Kenyaner zur Wahl des neuen Präsidenten aufgerufen. Gewöhnlich geschieht dies alle fünf Jahre. Bei dieser Wahl gab es eine enorm hohe Wahlbeteiligung, besonders viele junge Erstwähler beteiligten sich. In der Öffentlichkeit hörte man, dass diese eine der wichtigsten demokratischen Zeichen in ganz Afrika sein solle. Jedoch änderten sich die Dinge am 30.12. Die Opposition wähnte sich als Gewinner der Wahl, jedoch stellte sich heraus, dass die Regierungspartei die Mehrheit errungen hatte. Es gab Berichte, die aussagten, dass beide Seiten die Wahl manipuliert hätten. Mit der Folge, dass die Anhänger der Opposition auf die Straßen gingen und Menschen mit anderen Stammeszugehörigkeiten jagten. Dabei kam es zu starken Diskriminierungen und auch zu Tötungen. Zum heutigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass 500 Menschen in dieser Zeit gestorben sind. Außerdem wird angenommen, dass ca. 100.000 obdachlos wurden und auf der Flucht sind. Momentan ist es ruhig, aber die Regierung und die Opposition haben sich noch nicht über die zukünftigen politischen Wege geäußert. Deswegen ist es immer noch unklar, ob und wann die politische Krise überstanden ist. Internationale Kommissionen haben sich mit den Parteien getroffen, um in dem Streit zu schlichten. Erschwert wird dies jedoch durch den unveränderten Anspruch der Opposition auf die Regierungsübernahme. Einfluss auf VIZAZI Als die Unruhen begannen und wir von den Toten hörten, gab es bei uns natürlich auch Befürchtungen und wir sind in den zwei Wochen fast nicht auf die Straße gegangen. Aus Angst, wir könnten in Auseinandersetzungen verwickelt werden, blieb die VIZAZI-Familie nahezu die ganze Zeit im Haus. Die Kinder konnten nicht pünktlich zu ihren verbliebenen Verwandten um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Für uns war es auch schwierig festzustellen wo sich diejenigen befanden, die bereits auf der Reise dorthin waren, und wie es um ihre Sicherheit stand. Bis jetzt ist einer der Kinder aus Sicherheitsgründen noch nicht zurückgekommen; die Strecke ist zu gefährlich um dort zu reisen. Generell gibt es eine große Ungewissheit, da wir nicht sicher sein können, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Die Lebenshaltungskosten sind angestiegen, da sich die Logistik zurzeit als schwierig erweist. Dabei wäre alles dieses nicht nötig, da Kenya sich sonst in diesen Punkten als stabiles Land zeigt(e). Gebetsanliegen
VIZAZI International hat weiterhin den Auftrag, die Hoffnung Gottes den Kindern in Kenya zu vermitteln. Philip Mungai |